Smørreblog

Jo, i bin mit’n Cykler do.

August 17, 2008 · Kommentar schreiben

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich in Kopenhagen fortzubewegen. Sei es öffentlich mit dem gut ausgebauten Schnellbahn- oder Metronetz, mit der Vielzahl an Buslinien die die Stadt wie Fäden eines Spinnennetzes durchziehen, mit dem Taxi, welches jedoch gerne am Portemonnait saugt, wie das junge Fohlen an der Zitze seiner Mutter, per pedes oder, wie wohl die beliebteste Variante, mit dem Fahrrad.

Durch die äußerst flache Lage der Stadt fällt einem das Radfahren leicht. Die Stadt unterstützt diese Leichtigkeit noch zusätzlich, indem sie großzügig breite und überall vorhandene Radwege angelegt hat, die Platz für viele Cykler bietet. Dieses Angebot wird rege genutzt. Im Vergleich zu Wien, an dem ich bei Sonnentagen oft mit zwei bis maximal drei anderen Radulenten an einer Ampel wartete, verzeichne ich in Kopenhagen oft Gruppen bis zu zwanzig Leuten, die auf das Startsignal in grün warten. Bei dieser Quantität an Verkehrsteilnehmern, erinnert es schon fast ein wenig an das Fahren eines Autos auf der Südautobahn Freitag Abends: Fahren auf zwei Spuren, Regelmäßiges Überholen (Schulterblick nicht vergessen), Stop & Go an Auffahrten,…

Des anderen Tags, als es in den Morgenstunden recht regnete (ein heftiges Nieseln, von den sprichwörtlichen Schusterbuben waren wir noch etwas entfernt), musste ich aufgrund mangelnden Bargeldes und leerer Klipperkort auf den Bus verzichten und mein Cykler satteln. (Metamorphorisch, denn mein Sattel ist bereits mit einer Sicherheitsschraube verbunden und muss nicht mehr so wie früher, zwecks Diebstahlschutzes, abgenommen werden.) In der Annahme, dass an diesem Tage wohl die Gruppen an den Ampeln kleiner bis nicht vorhanden wären, lag ich weit gefehlt. Das selbe Bild wie bei Sonnentagen, selbst Regengewand war nur vereinzelt zu bewundern. Die langbeinigen Mädchen, die in dieser Stadt in Trauben gedeihen, bevorzugten auch bei Regenwetter ihre Miniröcke mit darunterliegender Dreiviertelleggins.

Zum Schluss noch eine Tabelle, die die Reisezeit von meiner Beheimatung zum Arbeitsplatz abhängig vom gewählten Verkehrsmittel repräsentiert:

per pedes: 70 min

per Metro / Bahn: 35 min

per Bus: 30 min

per Cykler: 20 min

Kategorien: Allgemein · Unglaubliches

0 Antworten bis hierher ↓

  • Bis jetzt noch kein Kommentar ... Bring die Sache ins Rollen, und füll das untere Formular aus.

Kommentar schreiben